Mittwoch, 28. Mai 2008
ich fahr doch nicht Bus - auch nicht in Hamburg
In Stuttgart fährt wenigstens ne Bahn zum Wasen. Ok, sie fährt nicht immer, aber immerhin. Hier in Hamburg muss man mit dem Bus die letzten Meter fahren. Und auch wenn hier das Thema Bahnfahren etwas anders gesehen wird, ich fahr doch nicht Bus. Hallo? Ich bau mir doch auch keine Stützrädchen ans Fahrrad.
Ich werde mal sehen, wie das läuft. Auf jeden Fall werde ich zum Konzert von Bon Jovi gehen und ihm sagen, dass Stuttgart morgen auch super werden muss. Hurraaaa!
Sonntag, 20. April 2008
Unterschiede Stuggi/Hamburg
So waren wir also Essen. In einem Restaurant, das eine Mischung aus kambodschanisch und vietnamesisch bietet. Das Restaurant liegt direkt am Hafen und hat auch entsprechend einen Blick auf die ein- und ausfahrenden Schiffe. Zum Restaurant gehört eine Bar/Lounge im Asia-Style. Aber nen 2 Meter hohen Buddhakopf fand ich schon beeindruckend. Aber das hat Stuttgart auch – die Buddha-Lounge.
Der eigentliche Unterschied kommt jetzt: wir sitzen gemütlich bei unserem Drink und diskutieren und witzeln über alles was uns einfällt. Da tritt ein schnuckeliges Kerlchen neben uns an die Theke und verwickelt uns in ein Gespräch über Spaghetti. Ok, das war der warm-upper, aber er war nett und lustig und wir kamen ins Gespräch. Das Schnuckelchen hatte noch zwei andere Schnuckelchen im Schlepptau. Also ran an die Buletten.
Jetzt stell ich mir die Frage: sehen wir so unterirdisch aus, dass uns keiner ansprechen mag oder sind in Stuttgart alle verheiratet und brav? Oder liegt es an der neuen Frisur von Marlies Möller? Oder dachten die, dass wir alt genug wären, damit wir ihnen wirkliche Tipps fürs Spaghettikochen bekommen können und das war gar kein warm-upper.
Egal, es war ein lustiger Abend und Feldforschung im Revier der Studenten war doch ein Genuss fürs Auge in diesem Fall!
Donnerstag, 13. März 2008
Miss U
Seit Mitte Januar residiere ich nun im hohen Norden bei den Fischköppfen und lebe mich ein. Das ist nicht so leicht, ihr wisst ja, das Wetter. Aber ich gebe mir Mühe.
Der Umzug war reibungslos – wenn man davon absieht, dass ich 3 Tage lang ohne Vorhänge oder Rollläden im ersten Stock residieren durfte. Da ich vom Stuttgarter Westen in ein ähnliches Viertel in Hamburg wollte, sind auch hübsch viele Leute gefühlt durch meine Wohnung gelaufen. Sehr interessant. Jetzt bin ich aber blickdicht.
Mein Wohnsitz ist nun auch hier angemeldet und mein schwäbisches Auto hat auch Kennzeichen mit Hummel Hummel vorne. Ich bin also da und übe mich in Feldforschung.
Auffallend ist, dass die Hamburger trotz dem Vorurteil recht ruppig zu sein, überraschend fröhlich, höflich und nett sind. Immer ein Bitte, ein Danke, der Wunsch für einen schönen Tag oder schönen Abend. Das hat mich ja fast überfordert. In Stuttgart musste man um ein Lächeln ja beinahe kämpfen. Besonders die Gattung Taxifahrer – da ist es sehr lustig.
Man steigt in Stuttgart in ein Taxi und nennt sein Ziel. Wenn da ein Grunzlaut kommt, ist das schon zuvorkommend. Oft aber ist die Frage: wo isse das? Gut, ich kenn mich ja aus, kein Problem.
Hier in Hamburg stiegt man ein und oft kam nach der Nennung des Ziels ein „sehr gerne“ (nein, die Strecke ist nicht so weit, dass die Fahrer danach den Tagesumsatz eingefahren haben, sondern eher normal).
Und ein wesentlicher Unterschied: hier ist Wasser. Nicht ein stinkender Neckar, sondern Elbe und Meer. Am Wochenende war ich an der Ostsee – das kommt mir als Antiskifahrer eher entgegen. Und hier ist auch die höchste Cabriodichte. Die Hamburger sind auch so hart im nehmen, dass ab 10 Grad plus alle Dächer an den Autos aufgehen solange es nicht regnet.
Ich bin begeistert, aber ich vermisse euch!!!
Mittwoch, 30. Januar 2008
Im Exil - ich vermisse Euch
Ich komme an, die Lampen können nicht installiert werden, ebenso wenig die Vorhänge (ich schäme mich ja schon in Grund und Boden, dass ich das überhaupt habe, aber es gibt keine Rollos und sonst glotzt mir ja jeder Fischkopp in die Bude). Dann konnte ich mich nicht anmelden, weil das System nicht funktioniert – schönen Dank ich stand pünktlich um 7 Uhr vor dem verfl… Bezirksamt. Ikea hat um die Zeit noch nicht offen (ich bin hingefahren, um das zu prüfen), dann ging’s doch um 9.30 Uhr (das sind 2 Stunden Schlaf, die mir da verlustig wurden), dann konnte ich das Auto nicht ummelden, weil die Versicherungskarte fehlte, eine Türe konnte nicht eingebaut werden, habe vergessen warum und was weiß denn ich noch.
Ich bin am Samstag um 23 Uhr in Hamburg aufgeschlagen und seither gibt es Regen. Ich wusste nicht, dass es so viele Arten von Regen gibt. Und ich wusste auch nicht, dass Regen horizontal fallen kann – Sturmwarnung und Regen, dann geht’s quer.
Was soll ich sagen, es ist saukalt, die Leute sind aber nett. Der Schwabe hat aber auch seine Vorteile, er ist nicht so ein oberflächlicher Laberer, der alles verspricht und nicht hält.
Und das „beste“: Miss Rich fährt Bahn. Man muss sich ja erstmal anpassen (es ist einfach kürzer und schneller und ich lass das bald wieder). Ich überlege mir immer, ob die Jimmy Choo Tasche nur das Logo links oder rechts hat, will ja nicht auffallen – nicht in der Bahn.
Ich kann noch keinen richtigen Vergleich abgeben. Außer: es regnet, die Luft ist frisch, die Leute sind nett und das Sushi kostet die Hälfte. Echt wahr und es ist um Welten besser und es gibt Lieferservice – wie Pizzasprint. Ein Paradies für mich, aber trotzdem fehlt mir das kleine Städtchen Stuttgart, so übersichtlich, so klar, so einfach und so ehrlich.
Grüße nach Hause!!!
Mittwoch, 9. Januar 2008
Die ersten Tage in der Großstadt
Es ist gar nicht mal so schlecht.
Den ersten Tag wollte ich eigentlich frustriert besinnungslos besoffen auf dem Sofa verbringen oder mich am Neuen Wall einem Shoppingflash hingeben. Beides wurde aber nicht zugelassen und ich musste mich ins Nacht-Getümmel der Nordlichter stürzen.
Im Portugiesenviertel ein schönes spanisches Restaurant ausgesucht. Leider war das wegen Stromausfall keine perfekte Wahl – Vattenfall will mir wohl in die Suppe spucken.
Dann sind wir in die Hafencity, von dort in die Altstadt. Bei einem stylischen kleinen Italiener ein Carpaccio reingepfiffen und weiter ins Riverside. Dort oben ist eine Bar, das 20up. deckenhohe Fenster mit schönem warmen aber modernen Ambiente und excellenten Service und guter Karte. Da fühle ich mich doch wohl.
Allerdings hat mir der Blick über Hamburg und den Hafen kurzfristig den Atem geraubt und ich musste echt aufpassen, dass ich mich nicht als Landei oute und Nasenabdrücke an den Scheiben hinterlasse.
Also haben wir uns dort ein paar Mojitos gegönnt und sind dann selig nach Hause.
Dann wollte selbst ein Fashionvictim wie ich nicht mehr shoppen, nicht mal mehr am nächsten Tag.
Sonntag, 19. August 2007
Mal raus hier
Miss Rich auf Reisen!! Von Zeit zu Zeit muss ich mich mal auf dem Konkurrenzmarkt anderer Großstädte umschauen. Es ist wichtig als 39- nicht den Anschluss zu verlieren. Sei es in Sachen Mode, oder in Sachen "der angesagte Blick", in Sachen "welchen Style muss die Kneipe haben" oder überhaupt Style an sich.
Aber man kann sich auch in Sachen Zielobjekte fortbilden. Meist sind ja die Sahneschnittchen in den Großstädten der Republik doch etwas weiterentwickelt. Das lass ich dann jetzt auch mal so stehen.
Also, ich weilte übers Wochenende in Hamburg. Und da gibt’s Sachen, ich sach Euch.... So ein Shoppingtrip durch die Schanze zeigt eindeutig, dass ich doch ein Spießer bin. Dabei habe ich extra die Manolos im Schrank gelassen und die Pumas rausgekramt. Aber da gibt’s super Requisiten.
Aber es wäre nicht ich, hätte ich mir nicht noch einen Bummel über die Mönkebergstraße gegönnt. Ein bisserl die Guccis dieser Welt musste sein, sonst wäre ich auf Entzug gekommen. Und da sah man es wieder. Die Kö, die Mönkeberg, die Maximilian, das sind Edelmeilen. Die Calwerstraße in Stuggi, das ist out. Zum einen hat der Breuninger der Meile mit seinem neuesten Umbau den Todesstoß versetzt, aber auch die Bewohner selbst, sind leider passé. Aber ich habe Mitleid.
Und die Beachclubs in Hamburg, hallo, die sind direkt an der Elbe - ok, der Blick ist auf Speicherstadt und Hafen -aber das hat echt was. Schön chillig und relaxed.
Und ich habe etwas mitgebracht: Savanna Dry. www.savannadry.de. Das ist das Getränk des Sommers.
Mädels, da zieht es einem angenehm die Zickenstiefel aus. Aber bitte in der Sonne (wenn möglich der untergehenden Sonne) trinken.
In diesem Sinne, ab und zu mal über den Tellerrand des verschlafenen Schwabenstädtchens schauen und was mitbringen. Wir müssen Stuttgart voranbringen!!!!!!