Montag, 8. Oktober 2007

Stuttgart 21 oder der das Business-Käsperle-Projekt

Die Diskussionen über Stuttgart 21 und den Um- und Ausbau des Stuttgarter Bahnhofs sind eine Farce! Nicht nur das der Modus Größenwahn langsam in den Politikerköpfen überhand nimmt, auch die Deutsche Bahn sollte mal wirtschaftlich anfangen zu denken.
Just genau jetzt ist wieder streiken angesagt, die Bahn erhöht die Preise, kommt zu spät (eine Zugreise ohne Verspätung ist wie ein Sechser im Lotto), verprellt und verliert Kunden, ich frage mich allen Ernstes: „ wofür brauchen wir Stuttgarter dann ein so ökologisch unsinniges Business-Käsperle-Projekt wie Stuttgart 21?
Wenn ich einen Bau verpachte, vermiete oder zur Verfügung stelle, dann nicht an ein marodes und unglaubwürdiges Unternehmen - ich will ja Geld verdienen. Dazu fällt mir auch gleich der Spruch:" in Schönheit sterben" ein!

Ich kenne keinen Stuttgarter der das Projekt gut findet und mit Engelszungen dafür argumentiert! Hallo! Wir Bürger haben eine Partei und einen OB gewählt, die/der unsere Interessen vertreten und sich nicht selbst Denkmäler setzen soll. Und eine Mehrzahl von Bürgern ist GEGEN Stuttgart 21! Im Moment sehe ich aber nur eine handvoll Politiker, die mit ihren Handlangern ihren persönlichen Willen und Egoismus durchsetzen - koste es was es wolle!
Brauchen wir in der Innenstadt noch mehr leer stehende Geschäftsräume, noch mehr, aus Beton und Glas zusammengeschusterte Businessblöcke ohne Profil und Ästhetik, die von irgend welchen geschmacksneutralen Architekten in einem Sau teuren Wettbewerb vorgestellt werden?

Glauben die Stuttgarter Politiker wirklich, dass es uns einen Touristen mehr bringt, weil er 30 Minuten schneller von Mailand nach Stuttgart mit der Bahn kommt, dass die Wirtschaft mit einem tollen Bahnhof mehr floriert (warum auch, sollte man lieber mal die Gewerbesteuern herabsetzten) und plötzlich ganz viele Interessenten für teure Bürokomplexe aus dem Boden schießen, die überteuerte Mieten für Stuttgart 21 Immobilien bezahlen? Ist das alles nicht ein wenig in Fieberwahnvorstellungen geplant? Wer bitte hat da denn gerechnet und kalkuliert?

Wäre es nicht viel besser, das ganzer Geld für vernünftige Projekte, die auch ökologisch unbedenklicher sind in die Hand zu nehmen? Oder gar zu sparen - einst war der Schwabe als Sparfuchs bekannt - heute prasst er was das Zeug hält! Und das alles nur aus einer lächerlichen Profilneurose heraus!
Sollte man nicht lieber hergehen und mal überlegen, wie man den ganzen, noch nicht abgewanderten Selbständigen und Unternehmern das Leben leichter macht und somit auch mit der Zeit neue Wirtschaftsinvestoren nach Stuttgart gewinnt.
Dann kann man sicherlich mit der Zeit auch den reellen Bedürfnissen, nach ausgereiften Transportwegen nachgehen.

Zuletzt noch, der Stuttgarter Kopfbahnhof ist sehr schön. Er ist ein geschichtliches Denkmal, dass stehen bleiben sollte, ein wenig aufgemöbelt gehört und mit ein wenig baulichem Geschick eine behutsame Vergrößerung vertragen kann.
Aber nicht nach dem momentanen Motto: Klotzen - nicht kleckern! Größenwahn war schon immer sehr schädlich!

Unter: http://www.stuttgart21-nein-danke.de gibt es eine Unterschriftenliste gegen das Projekt Stuttgart 21. Es wäre schön wenn möglichst viele Unterschriften zusammen kämen!

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